Im Glarnerland war es 21,1 Grad warm, wie Daniel Gerstgrasser, Meteorologe bei MeteoSchweiz, auf Anfrage sagte. «Für die Jahreszeit ist das sehr mild.» Die höchsten je gemessenen November-Temperaturen in Föhngebieten lägen aber rund zwei Grad höher bei 23,6 Grad.
Im Mittelland lagen die Temperaturen verbreitet bei rund 17 Grad. Die Luft sei sehr klar gewesen und es habe kaum ein Wind geweht. Für Herbstspaziergänge waren das also ideale Bedingungen. Auch am Samstag hatten die Temperaturen in weiten Teilen des Mittellandes bereits Werte von deutlich über 15 Grad erreicht. In der Westschweiz wurde in Genf mit 19,5 Grad der höchste Wert gemessen.
Heftiger Föhnwind
In den Föhntälern blies der Wind dagegen heftig. Bei Altdorf wehte der Wind laut MeteoSchweiz bei 95 Kilometern pro Stunde, in anderen Föhngebieten bei 60 bis 80 km/h. In den Bergen erreichten einzelne Böen sogar Orkanstärke, so etwa bei Les Diablerets VD mit 121 km/h.
Die Föhnlage hält die Schweiz seit einigen Tagen im Griff. Schon am Freitag fegte der Herbststurm «Carmen» mit Windspitzen von über 100 Kilometern pro Stunde über die Schweiz. Während der Wind die Föhngebiete aufheizte, schneite es im Wallis oder im Nordtessin.
