Die Heimat der Orang-Utans wird durch die rasante Abholzung des Regenwaldes immer kleiner. Die Tiere suchen dann Nahrung in den Palmölplantagen, die an die Stelle der Wälder rücken, und werden dort als Eindringlinge abgeschossen.
Nach Angaben von Yudhoyono sind in den vergangenen Jahren mindestens 50'000 Orang-Utans umgekommen. Auf Borneo gibt es nach Schätzungen noch rund 54'000 Tiere. «Ohne Schutz würden sie bis 2050 aussterben», sagte er.
Mehr Wälder unter Naturschutz
Zusammen mit Umweltorganisationen will Indonesien die Heimat der Orang-Utans jetzt schützen. Mehr Wälder sollen ganz unter Naturschutz gestellt werden. Die Besitzer von Holz-, Papier- und Palmölplantagen sollen künftig bei der Vergabe von Abholzlizenzen auch zum Waldschutz verpflichtet werden.
Die heute in Auffangzentren lebenden Orang-Utans, die meist von Plantagen gerettet wurden, sollen bis 2015 wieder in die Natur entlassen werden.
Die indonesische Regierung hofft, für die damit vermiedenen klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen Zertifikate an Treibhausgasverursacher verkaufen zu können, die ihren Ausstoss senken müssen.
