Am grössten war die Belastung in Chiasso. Um 17 Uhr wurde eine Konzentration von 216 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Aber auch in Stans NW lag der Wert bei 186 Mikrogramm. In Härkingen SO wurden 183 Mikrogramm gemessen, wie die Umweltdirektoren mitteilten.
Die Umweltdirektoren rechnen für Mittwoch mit einer noch höheren Ozonbelastung. Der Grenzwert beträgt 120 Mikrogramm pro Kubikmeter. Dieser Wert dürfte nur während einer Stunde pro Jahr überschritten werden. Ab dem Wert von 180 Mikrogramm wird die Bevölkerung informiert, bei 240 Mikrogramm während drei aufeinander folgenden Tagen ergreifen einige Kantone Sofortmassnahmen wie Temposenkungen.
Für koordinierte Massnahmen
Die Westschweizer Kantone möchten, dass Bund und Kantone bei hohen Ozonwerten koordinierte Massnahmen ergreifen. Vergangene Woche einigten sie sich darauf, bei einer Ozonkonzentration von mehr als 240 Mikrogramm pro Kubikmeter die Tempolimiten auf den Autobahnen zu senken. Sie wollen die Massnahme allerdings nur umsetzen, wenn dies alle Kantone tun.
Der Bund müsse die Initiative ergreifen, fordert der jurassische Umweltdirektor Laurent Schaffter, der die Westschweizer Kantone koordiniert. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK will davon nichts wissen. Sofortmassnahmen müssten auf lokaler Ebene ergriffen werden, denn dort zeigten sie Wirkung, sagte UVEK-Sprecher Daniel Bach auf Anfrage.
Ozon kann zu Schleimhautreizungen und einer reduzierten Lungenfunktion führen.
