Allein in dem südöstlichen Bundesstaat, in dem auch die Millionenmetropole Sydney liegt, gab es laut Fitzsimmons mehr als 140 Brände, von denen 40 nicht eingedämmt sind. Bisher zerstörten die Feuer 55'000 Hektar Land. Berichte über Todesopfer lagen zunächst jedoch nicht vor.
Erinnerungen an das Jahr 2009 wurden wach. Damals waren am sogenannten Schwarzen Samstag bei Buschbränden im südlichen Bundesstaat Victoria 173 Menschen ums Leben gekommen. Auf der danach eingeführten Skala bedeutet «Katastrophenniveau» unkontrollierbare, unvorhersehbare und sich schnell verbreitende Buschbrände mit Räumungen als einzig sicherer Option.
Fitzsimmons warnte denn auch davor, mit Eimern und Gartenschläuchen gegen die Flammen zu kämpfen. Bei jedem Anflug von Gefahr sei es klüger, zu fliehen.
Nationalparks evakuiert
Etwa 70'000 Feuerwehrleute kämpften teils mit Löschflugzeugen gegen die Brände. Tausende Freiwillige schlugen Brandschneisen. Erstmals in der Geschichte wurden sämtliche Nationalparks im Südwesten des Landes geschlossen. Campingtouristen mussten abreisen. Besondere Sorge galt den Menschen in den beliebten Feriengebieten um Shoalhaven, Illawarra und Southern Ranges südlich von Sydney.
Die Brände breiteten sich auch im Landesinneren aus. Gäste und Angestellte mussten aus einem Hotel etwa 300 Kilometer westlich von Alice Springs in Sicherheit gebracht werden. Eine etwa einen Kilometer breite Feuerwand bedrohte das Kings Canyon Resort.
Auf der südlich von Australien gelegenen Insel Tasmanien waren am Wochenende Dutzende Häuser durch Waldbrände zerstört worden, knapp 3000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Premierministerin Julia Gillard sagte den Opfern staatliche Unterstützung zu.
