Grund für den in der Studie festgestellten geringen Nutzen der Wiederaufforstung im Kampf gegen die globale Erwärmung ist, dass Wälder Jahrzehnte zum Wachsen brauchen, während das für die Erderwärmung verantwortliche Kohlendioxid sich über Jahrhunderte in der Atmosphäre halten kann.
Als weiteren Grund nennen die Forscher, dass Wälder dunkler als Ackerflächen sind und damit mehr Sonnenwärme aufnehmen, was in höheren Breiten letztendlich sogar zur Erwärmung beitragen könnte. Weitere von den Forschern entworfene Szenarien zeigten allerdings, dass Aufforstung in den Tropen drei Mal so effizient ist, wie in nördlichen und mittleren Breiten.
Die Studie macht deutlich, dass Wiederaufforstung «kein Ersatz zur Reduzierung des Treibhausgas-Ausstosses» ist. Weil Wälder durch Photosynthese CO2 aufnehmen, wird die Aufforstung im Kyoto-Protokoll der UNO zum Klimawandel gefordert.
