Eine neue Methode hat nun erlaubt, die PCB-Spur bis in einen Kanal zurückzuverfolgen, der unter dem Giessereiwerk in der Schlucht an der Kantonsgrenze zu Bern verläuft. Von Roll suche nach der genauen Quelle der Verschmutzung; erste Ergebnisse weisen laut Kanton «mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit» auf angelieferte Metalle hin.
Firma in der Pflicht
Dringliche Massnahmen seien angeordnet und umgesetzt worden, damit kein PCB-verseuchtes Wasser mehr in die Birs fliesse. Das Unternehmen suche zudem eine Sanierungsmethode für seine Rauchgasreinigung und Abwasserreinigungsanlage, damit das Werk auf Dauer garantiert kein PCB mehr emittiert.
Die Suche nach der PCB-Quelle, unter anderem mit Analysen von Flusssedimenten, haben den Kanton Jura bislang rund 50'000 Franken gekostet - unbezahlte freiwillige Helfer nicht mitgerechnet. Die vor drei Jahren gegen Unbekannt eingeleitete Strafuntersuchung laufe weiter, sagte Kantonschemiker Claude Ramseier auf Anfrage.
Im Sommer sind laut Ramseier zwecks Erfolgskontrolle nochmals PCB-Messungen in der Birs unterhalb Choindez vorgesehen. Falls die Werte dann wieder in den normalen Bereich gefallen sind, hat man mit Von Roll Choindez die Hauptquelle gefunden. Falls nicht, müsse man weitersuchen.