Initiiert hatte die Aktion die deutsche Boulevardzeitung «Bild». In der Schweiz wurde sie von «Blick» und «SonntagsBlick», Greenpeace, WWF, Pro Natura, Google und Pro 7 unterstützt.
Die Initianten zeigten sich mit dem Echo zufrieden. Das Interesse sei «überwältigend» gewesen, sagte Christian Dorer, stellvertretender Chefredaktor des «SonntagsBlick», auf Anfrage.
In den Städten hätten sich die Menschen am Abend versammelt, um der symbolträchtigen Aktion beizuwohnen. In Bern gingen auf dem Bundesplatz die Lichter aus, nur die Fassade des Bundeshauses blieb erleuchtet. Nicht ganz geklappt habe das Ausschalten der Zürcher Weihnachtsbeleuchtung, sagte Dorer. Nur ein Teil der Beleuchtung sei erloschen.
Keine Probleme beim Wiedereinschalten
Um 20.05 Uhr wurde das Licht überall wieder eingeschaltet. Dies führte in der Schweiz zu keinen Problemen mit dem Stromnetz. Die Schwankungen konnten problemlos ausgeglichen werden, wie Monika Walser, Sprecherin der Netzbetreibergesellschaft Swissgrid, auf Anfrage sagte.
Der Sprecher des Stromkonzerns Axpo, Hansjörg Schnetzer, sprach von «Schwankungen im Bereich des Üblichen». Im Vorfeld war befürchtet worden, dass beim Wiederanschalten des Lichts in manchen Regionen das Stromnetz zusammenbrechen könnte.
In Deutschland lagen Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor in Berlin oder der Kölner Dom für fünf Minuten im Dunkeln. In Wien blieb es unter anderem an der Aussenfassade des Bundeskanzleramts, im Lebensministerium und in der Gloriette dunkel.
«Es wäre vermessen zu glauben, dass die Aktion einen Energiespareffekt hat. Wir wollen ein Zeichen für eine gescheite Klimapolitik setzen, das man bis nach Bali sieht», sagte Greenpeacesprecher Steffen Nichtenberger in Wien. Die Weltklimakonferenz auf Bali dauert noch bis zum 14. Dezember.
