Präsident Alfredo Palacio erklärte die Provinzen Tungurahua und Chimborazo sowie einige angrenzende Gebiete zum Katastrophengebiet. Er sagte den Betroffenen finanzielle Hilfe zu. Die internationale Staatengemeinschaft bat er um Unterstützung, dringend benötigt würden Lebensmittel, Medikamente sowie Geld und Material für die Bewohner.
Sieben kleinere Dörfer unterhalb des Vulkans seien zerstört, zudem seien Strassen und Stromleitungen beschädigt worden. Die meisten der 14 000 Bewohner der nächst grösseren Stadt Baos wurden evakuiert.
Asche liegt bis zu 20 Zentimeter hoch
Der Vulkan stiess auch einen Tag nach dem Ausbruch grosse Mengen von Asche aus, die in der Umgebung bereits bis zu 20 Zentimeter hoch liege, berichteten lokale Medien. Ausserdem floss Lava die Hänge des 5020 Meter hohen Gipfels hinab.
Es wurde nicht ausgeschlossen, dass die Asche auch Quito erreichen könnte. Im Fernsehen waren Menschen mit Atemmasken zu sehen, die mit Besen Vulkanasche zusammenkehrten. Vor allem Kinder und ältere Menschen klagten über Atembeschwerden.
Zahlreiche Inlandsflüge mussten wegen der immensen Staub-und Aschewolke abgesagt werden. Der letzte grössere Ausbruch des Tungurahuas wurde 1999 registriert. Nach sieben Jahren relativer Ruhe war der Vulkan im Juli wieder aktiv geworden. Experten sagten weitere Ausbrüche voraus.
