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Fünf Tote durch Giftmüll an der Elfenbeinküste

Der Giftmüll aus dem Ausland war auf mindestens neun Deponien um Abidjan abgeladen worden.
Sonntag, 10. September 2006
Abidjan - Durch den in der Republik Elfenbeinküste abgeladenen Giftmüll sind jüngsten Angaben zufolge fünf Menschen getötet worden.
Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, litten mehr als 6000 Menschen an Vergiftungserscheinungen.

Bisher hatten die Behörden des westafrikanischen Landes die Zahl der Todesopfer mit drei und die der Vergiftungsfälle mit 5000 angegeben. Die Erkrankten litten an Erbrechen, Durchfall, Unwohlsein, Hautausschlägen und Kopfschmerzen.

Der Giftmüll aus dem Ausland war in der Nacht vom 19. auf den 20. August auf mindestens neun Deponien um die Metropole Abidjan abgeladen worden. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace handelt es sich um 400 Tonnen hochgiftigen Raffineriemüll.

Verantwortlich dafür war eine nationale Firma; der Giftmüll war jedoch an Bord eines zu einer griechischen Firma gehörenden Schiffes ins Land gekommen. Wegen des Skandals war die Regierung zurückgetreten.

bert/sda