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Frachter auf Barrier Reef sitzt weiter fest

Es lief kein weiteres Öl im Great Barrier Reef aus. (Archivbild)
Dienstag, 6. April 2010
Sydney - Aus dem Kohlefrachter, der auf dem Great Barrier Reef vor Australien auf Grund gelaufen ist, soll das Öl abgepumpt werden. Damit soll die Gefahr einer Ölpest gebannt werden. Experten wollen die 950 Tonnen Treibstoff in die Tanks eines Rettungsbootes leiten.
Dies teilte die Regierungschefin des Bundeslandes Queensland, Anna Bligh, mit. Die Experten entschlossen sich zu der Pumpaktion, nachdem klar war, dass der schwer beschädigte chinesische Frachter «Shen Neng 1» nicht von dem Riff geschleppt werden kann.

Das 230 Meter lange Schiff schrammt nun zwar durch den Wellengang weiter über die Korallenbänke, doch gehen die Experten davon aus, dass der Rumpf intakt bleibt - sofern das Wetter nicht umschlägt. Wenn das Öl abgepumpt ist, soll ein neuer Versuch gemacht werden, den Frachter mit seinen 65'000 Tonnen Kohle vom Riff zu ziehen.

Kapitän droht mehrjährige Gefängnisstrafe

Am Sonntag waren allerdings bereits etwa vier Tonnen Schweröl ausgelaufen. Der Treibstoff wurde mit Chemikalien besprüht und zersetzte sich. Das Schiff war am Samstagabend rund zwölf Kilometer abseits des zugelassenen Kurses mitten in der Schutzzone auf eine Sandbank am grössten Korallenriff der Welt gelaufen.

Möglicherweise wollte der Kapitän nach der Aufnahme seiner Ladung in Gladstone eine Abkürzung auf das offene Meer nehmen. Im droht nun eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Premierminister Kevin Rudd jedenfalls versprach nach einem Flug über die Unglücksstelle, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Der Reederei droht ebenfalls eine Busse in Millionenhöhe.

 

fest/sda