Dabei blies über die Alpenkämme und in den Föhntälern ein heftiger Wind: Der Spitzenwert von 143 Kilometern pro Stunde wurde gemäss SF Meteo auf dem Titlis gemessen, fast ebenso heftig fegte der Föhn über den Gotthard. Auch in Tallagen wurden Windgeschwindigkeiten über 100 Stundenkilometer gemessen.
Annäherung an kritische Werte
Wie immer, wenn im Norden der Föhn bläst, regnete es südlich der Alpen kräftig. Die befürchteten Überschwemmungen und Erdrutsche im Tessin blieben zwar aus. Die Pegelstände näherten sich den kritischen Werten am Samstag aber gefährlich.
Am Sonntag konnte das Bundesamt für Umwelt dann Entwarnung geben. Die meisten Pegelstände waren am Nachmittag bereits wieder am Sinken. Anders als in Norditalien war das Tessin mit einem blauen Auge davongekommen. Dabei hatte es ungewöhnlich heftig geregnet.
In Stabio waren seit Mittwochabend über 200 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, in Magadino und Locarno über 180. Das ist deutlich mehr Regen, als normalerweise im ganzen Monat November im Tessin fällt, wie der Sprecher von MeteoSchweiz sagte.
