Betroffen waren das Gürbetal, das Kiesental bis Langnau und wiederum die Region Interlaken. Ein Felssturz verschüttete eingangs Interlaken die Hauptstrasse Spiez - Interlaken. Diese musste von der Autobahnauffahrt Interlaken West weg gesperrt werden.
Die heftigen Regenfälle liessen den Pegel der Aare stark ansteigen. Kurz nach Mitternacht überschritt die Abflussmenge die kritische Grenze. Per SMS wurden die Bewohner der hochwassergefährdeten Gebiete in der Stadt Bern alarmiert und aufgefordert, ihre Liegenschaften zu kontrollieren und allenfalls zu räumen.
Ruhige Nacht im Kanton Obwalden
Die Unwetter hielten auch die Feuerwehren im Entlebuch und in der Agglomeration Luzern auf Trab. Wegen Überschwemmungen mussten in Schüpfheim, Malters, Kriens und Emmen Strassenabschnitte kurzzeitig gesperrt werden. Diverse Bäume wurden entwurzelt und mussten weggeräumt werden.
Eine ruhigere Nacht verbrachten die Einsatzkräfte hingegen im Kanton Obwalden, der wie das Berner Oberland besonders stark von den Unwettern der Tage zuvor betroffen gewesen war. Es habe ein paar kleinere Vorkommnisse wie überschwemmte Keller gegeben, sagte Peter Gautschi, der Chef des Bevölkerungsschutzes, auf Anfrage.
Einen erneuten Streckenunterbruch meldete allerdings die Zentralbahn. An genau der gleichen Stelle wie am Freitag verschüttete auch am Samstagabend ein Erdrutsch die Brüniglinie. Die Strecke Giswil - Meiringen ist deshalb für unbestimmte Zeit für den Zugverkehr unterbrochen. Es verkehren Ersatzbusse.
