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Feuerinferno in Kalifornien - Brandstiftung vermutet

Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat für die drei Brand-Gebiete den Notstand ausgerufen.
Montag, 17. November 2008
San Francisco - Dank nachlassender Winde haben die Feuerwehrleute in der Nacht zum Montag endlich Fortschritte bei der Eindämmung des Flammenmeeres in Südkalifornien gemacht.
Nur einer von drei Grossbränden, die am Wochenende Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben hatten, war östlich von Los Angeles noch ausser Kontrolle. Die Feuer nahe Santa Barbara und Sylmar, einer Stadt am Nordrand von Los Angeles, waren weitgehend eingedämmt.

«Die Santa-Ana-Winde sind fast weg», sagte Feuerwehrchef Terry DeJournett der «Los Angeles Times». Jetzt könnten die Feuer leichter gelöscht werden. 3700 Feuerwehrleute kämpften weiter gehen die Flammen.

Unterdessen gibt es Hinweise auf Brandstiftung: Die Ermittler vermuten, dass das verheerende Feuer in Santa Barbara «von Menschen verursacht wurde», wie ein Behördensprecher dem US-Sender CNN sagte.

Bislang keine Todesfälle

Glück im Unglück hatten die Bewohner einer fast vollständig abgebrannten Wohnsiedlung in Sylmar. «Derzeit haben wir keine Vermissten und keine Hinweise darauf, dass es Tote gibt», sagte der stellvertrende Polizeichef von Los Angeles, Michael Moore, nachdem etwa ein Drittel des Geländes durchkämmt worden war.

Auch in den anderen betroffenen Gebieten wurden keine Leichen gefunden. Mindestens elf Menschen wurden jedoch durch die Brände verletzt.

Villen und Hütten - 800 Häuser zerstört

Die Feuersbrunst zerstörte bis Montag zwischen Santa Barbara und Los Angeles rund 800 Wohnhäuser in dem US-Westküstenstaat - von exklusiven Villen bis zu mobilen Fertighäusern. Mehr als 135 Quadratkilometer Land sind verbrannt.

«Ich weiss nicht, ob mein Heim noch da ist», sagte die 61-jährige Taylor, Bewohnerin eines Appartment-Komplexes in Anaheim Hills. «Ich könnte wohl nirgendwo anders hingehen. Im Moment ist Beten alles, was ich tun kann.»

Antonio Villaraigosa, Bürgermeister von Los Angeles, sagte, er habe nie zuvor eine solche Verwüstung gesehen. In Kalifornien kommt es wegen Trockenheit und Hitze immer wieder zu grossen Wald- und Buschbränden. Vor gut einem Jahr starben dabei acht Menschen.

fest/sda