Die Zone des so genannten «Valegion» wird seit Jahren mittels Sensoren überwacht. Normalerweise verschieben sich die Felsmassen um rund zwei Millimeter pro Monat, bestätigte der Tessiner Kantonsgeologe Giorgio Valenti auf Anfrage eine Meldung der Zeitung «LaRegioneTicino».
Es sei bloss eine Frage der Zeit, bis die Massen ins Tal stürzen würden. Allerdings sei unklar, wie viel Material aufs Mal abrutschen werde. Valenti schliesst aber aus, dass Felsteile die Autobahn A2 zerstören werden.
Gefahr bei noch mehr Regen
«Es gibt allerdings einen Sicherheitsplan, bei dem nebst der Evakuierung der Industriebetriebe von Preonzo auch die Sperrung der Autobahn vorgesehen ist», sagt Valenti. Derzeit deute aber nichts darauf hin, dass demnächst Felsmassen ins Tal donnern würden.
Dies könnte sich rasch ändern, wenn es mehrere Tage lang regnen sollte. Wasser sei der Motor, der die Gesteinsbrocken Richtung Tal treibe. Im Mai 2002 waren über 100 000 Kubikmeter Geröll ins Tal gestürzt, ohne allerdings grossen Schaden anzurichten.
