In der analysierten Periode von 1999 bis 2004 waren die Sommertage in 13 von 16 Städten im Durchschnitt mindestens 1 Grad wärmer als bei der Analyse zwischen 1970 und 1975. Schweizer Städte wurden im WWF-Report nicht berücksichtigt.
2 Grad wärmer - auch in Schweizer Städten
Gemäss Angaben von MeteoScheiz stiegen die Durchschnittstemperaturen an Sommertagen in den Städten Zürich, Basel und Genf in den letzten 30 Jahren aber ebenfalls um 2 Grad. In Bern betrug der Anstieg 1,7 Grad.
Beim Durchschnitt der täglichen Höchsttemperaturen - gemessen jeweils in den Mittagsstunden - überrascht im WWF-Report derweil London mit dem stärksten Anstieg 2 Grad. An zweiter Stelle stehen Athen und Lissabon 1,9 Grad, gefolgt von Warschau 1,3 Grad und Berlin 1,2 Grad.
Umwelteinflüsse
"Wissenschafter gehen davon aus, dass die durch den Menschen verursachten Treibhausgase das Risiko für weitere rekordbrechende Temperaturen verdoppelt", äussert sich Patrick Hofstetter, Klimaexperte bei WWF Schweiz, gemäss einem Communiqué der Umweltorganisation zu diesen Ergebnissen.
Die CO2-Emissionen müssten drastisch gesenkt werden, damit Europas Städte im Sommer bewohnbar blieben. Für die Schweiz fordert der WWF vom Bundesrat einen Klima-Masterplan, der langfristige Ziele und verbindliche Massnahmen in der Klimapolitik festlegt.
