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Europa im Bann der Hitze

Mittwoch, 6. August 2003
Bern - Europa ist fest in der Hand der anhaltenden Hitzewelle. In Genf wurde mit 36,6 Grad der höchste Augustwert seit dem Messbeginn im Jahr 1864 verzeichnet. Dieselbe Temperatur wurden auch im Bleniotal gemessen. In Piotta - auf 1007 Metern über Meer - kletterte das Thermometer bis auf 32,5 Grad.
In der Schweiz bewegten sich die Temperaturen im selben Rahmen wie am Dienstag. In Bern wurden 35 Grad gemessen, in Basel und Buchs AG je 35,7 und in Chur 34,8 Grad. In Sitten waren es trotz Gewittern in der Nacht auf Mittwoch immer noch 34,3 Grad.

Derweil die Schweizerinnen und Schweizer schwitzen, streiten sich die Meteorologen darüber, ob der absolute Hitzerekord gebrochen wurde oder nicht. Dieser stammt vom Juli 1921; damals wurden in Basel 38,3 Grad gemessen. Meteomedia mass jedoch am Dienstag in Möhlin AG 40,3 Grad, bestätigte deren Chef Jörg Kachelmann einen Bericht der Zeitung "Blick" vom Mittwoch. In Mailand wurden nach Angaben des italienischen Fernsehens schon vor Mittag 42 Grad im Schatten gemessen - so heiss sei es seit 200 Jahren nicht mehr gewesen. In weiten Teilen Italiens herrschen Temperaturen von fast 40 Grad. Bei Backofentemperaturen schmelzen in England die Wachsfiguren. In einem Wachsfigurenkabinett bei London machen die Doppelgänger berühmter Persönlichkeiten einen zunehmend aufgelösten Eindruck, wie es heisst. "Es ist verdammt heiss", sagte auch Prinz Charles.

tr/sda