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Europa droht ein Ausnahmesturm

Die Empfehlung lautet: Aufenthalte im Freien vermeiden.
Mittwoch, 17. Januar 2007
Bern - Europa droht ein Ausnahmesturm mit verheerenden Schäden: Orkantief «Kyrill» wird am Donnerstag von Nordwesten kommen und bis zur Nacht auf Freitag über Zentraleuropa ziehen. Auch in der Schweiz sind starke Windböen zu erwarten.
In der Schweiz ist in der Nacht auf Freitag in den Niederungen mit Windböen von 100 Stundenkilometern, an erhöhten und exponierten Stellen von 120 Stundenkilometern zu rechnen, wie MeteoSchweiz mitteilte. Über dem Jura und über den Alpen dürften Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern auftreten.

Auch in den österreichischen Bergen werden Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde erwartet. Sturmwarnungen gab es von Frankreich und Irland bis nach Russland. In Tschechien wurden Böen mit einer Geschwindigkeit von 145 Kilometern pro Stunde befürchtet.

In der nordfranzösischen Küstenregion Nord-Pas-de-Calais und dem Département Somme sagte der Wetterdienst Météo-France Böen von bis zu 130 Stundenkilometern voraus und warnte vor «bedeutenden Schäden». Der Strassenverkehr könnte ebenso beeinträchtigt sein wie Luftfahrt, Schiffs- und Bahnverkehr.

Das Freie meiden

Météo-France empfahl allen Bürgern, nach Möglichkeit das Freie zu meiden, sich vor herabstürzenden Gegenständen in Acht zu nehmen und sich nicht auf Dächern aufzuhalten. In Grossbritannien wurde mit den heftigen Winden auch ein Kälteeinbruch mit Schnee in Schottland und Nordengland erwartet.

Auch in Deutschland sind laut dem Deutschen Wetterdienst bis Freitagvormittag «orkanartige Böen oder Orkanböen sehr wahrscheinlich». Diese Böen könnten teils mehr als 120 Stundenkilometer erreichen.

fest/sda