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Dauerregen in der Schweiz

Erdrutsch droht - Menschen im Kanton Schwyz evakuiert

Wegen überfluteter Strassen, Wassereinbrüchen in Gebäude und wegen Hangrutschen standen in der Nacht auf Sonntag zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz.
Sonntag, 2. Juni 2013
Bern - Wegen des Dauerregens sind am Samstagabend in Alpthal SZ 46 Personen aus 17 Häusern evakuiert worden. Der Grund war ein drohender Hangrutsch, wie die Kantonspolizei Schwyz am Sonntag mitteilte.
Die meisten der Evakuierten konnten privat untergebracht werden. Die anderen Personen mussten in der Zivilschutzanlage Alpthal übernachten. Die Polizei erwartet, dass die Alpthaler frühestens am Sonntagnachmittag wieder nach Hause gehen können.

Wegen überfluteter Strassen, Wassereinbrüchen in Gebäude und wegen Hangrutschen standen in der Nacht auf Sonntag zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz.

Das Hochwassser des Lauerzersees führte zu zwei Strassensperren: Die Kantonspolizei Schwyz sperrte am Samstagnachmittag die Kantonsstrasse zwischen Lauerz und Seewen und am Sonntagmorgen die Autobahn A4 zwischen Goldau und Brunnen in Fahrtrichtung Süden. Hingegen ist die Strasse zwischen Gersau und Vitznau seit Sonntagmorgen wieder befahrbar.

Weiterhin keine Entwarnung am Rhein

Mit einer Wetterberuhigung im westlichen Teil der Schweiz hat sich in der Nacht auf Sonntag auch die Hochwassersituation an Aare und Reuss entspannt. Noch keine Entwarnung gibt es für den Rhein, wie der Führungsstab des Kantons Aargau am Sonntag mitteilte.

Hier gilt nach wie vor grosse Gefahr Gefahrenstufe 4. Durch die in der östlichen Schweiz zu erwartenden Niederschläge werde der Rhein noch bis voraussichtlich Anfang Woche einen hohen Wasserstand aufweisen, namentlich im unteren Fricktal.

Mit dem Ende des Dauerregens gingen hingegen die Wasserstände von Aare, Reuss und Limmat tendenziell zurück. Durch die Regulierungen der Seen sei bei diesen Flüssen vorübergehend mit wieder steigenden Abflussmengen zu rechnen, die Alarmwerte von Freitag und Samstag würden jedoch nicht mehr erreicht, schreibt der Krisenstab in seiner Mitteilung.

Krisenstab zieht Bilanz

Eine positive Bilanz zieht der Krisenstab über die Hochwasserschutzmassnahmen in Wallbach: Die mobilen Hochwassersperren hätten ihren Zweck erfüllt: Grössere Überschwemmungen hätten vermieden werden können.

Angesichts der Entspannung der Hochwassersituation beendete der Kantonale Führungsstab seinen Einsatz am Sonntagmorgen.

asu/sda