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Eine durchschnittliche Hurrikan-Saison erwartet

Die letzten Hurrikans richteten Milliardenschäden an.
Montag, 1. Juni 2009
Washington/Miami - In den Vereinigten Staaten hat die sechs Monate dauernde Hurrikan-Saison begonnen. Nach einer teils verheerenden Wirbelsturm-Serie im vergangenen Jahr erwartet die US-Wetterbehörde NOAA für 2009 einen eher durchschnittlichen Verlauf.
Sie rechnet mit vier bis sieben Hurrikans, darunter voraussichtlich bis zu drei mit grosser Zerstörungskraft. Insgesamt prognostizieren die Meteorologen während der Saison, die am 30. November zu Ende geht, bis zu 14 Namensstürmen. Der erste werde «Ana» heissen.

Die NOAA warnte jedoch davor, Vorkehrungen gegen die zu erwartenden wenn auch milden Wirbelstürme zu vernachlässigen. «Sogar während einer durchschnittlichen oder auch unterdurchschnittlichen Saison kann es Hurrikans geben, die auf Land treffen.» Die Behörde wies darauf hin, dass die Vorhersage 2009 wegen der globalen Wetterentwicklung schwerer sei als in den vergangenen Jahren.

Die vergangene Saison galt als eine der schlimmsten seit dem Zweiten Weltkrieg. Die NOAA zählte acht schwere Wirbelstürme, darunter fünf heftige.

Böse Erinnerung an «Gustav» und «Ike»

In böser Erinnerung blieben die Hurrikans «Gustav» und «Ike», durch die in der Karibik Hunderte Menschen starben. Auch in den USA gab es durch die beiden Stürme Dutzende Tote. Die Hurrikans richteten Milliardenschäden an und trieben allein in den USA Zehntausende Menschen in die Flucht.

Die durchschnittliche Hurrikan-Saison hat nach NOAA-Angaben elf Namensstürme, darunter sechs Hurrikans, von denen zwei besondere Zerstörungskraft entwickeln. Ein Sturm erhält einen Namen, sobald er eine Windstärke von mindestens 62 Stundenkilometern erreicht.

smw/sda