Samstag, 15. Oktober 2005
Rio de Janeiro - Wegen der schwersten Dürre seit über 40 Jahren hat der brasilianische Bundesstaat Amazonas den Notstand verhängt.
Dieser gelte für 61 Städte mit Ausnahme der Hauptstadt Manaos, wo es vereinzelt Regenfälle gebe, teilte ein Behördenvertreter mit. Am schlimmsten sei die Situation in 1200 Dörfern, die an ausgetrockneten Seen und kleinen Flüssen liegen: dort seien Trinkwasser und Lebensmittel bereits knapp.
Amazonas ist der grösste Bundesstaat Brasiliens und zu 92 Prozent von Regenwald bedeckt, der über die grösste Artenvielfalt der Welt verfügt. Die Region leidet derzeit unter einer Hitzewelle mit Temperaturen um die 38 Grad Celsius.
Der Pegel des Rio Negro, einem Nebenfluss des Amazonas, sank von Juli bis Oktober um zwölf Meter. Die schlimmste Dürre im vergangenen Jahrhundert verzeichnete das Amazonas-Gebiet im Jahr 1963.