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Wasserstand steigt weiter

Drei Tote und Verwüstung nach Überschwemmungen in Baden-Württemberg

Montag, 30. Mai 2016
Heilbronn - Bei den schweren Unwettern und Überschwemmungen im deutschen Bundesland Baden-Württemberg ist die Opferzahl auf vier gestiegen. Am Sonntagabend starb ein 13 Jahre altes Mädchen an einer Bahnstrecke, wie die Polizei in Aalen am Montag meldete.
Die Schülerin habe zusammen mit einem zwölf Jahre alten Jungen auf dem Heimweg unter einer neu gebauten Eisenbahnbrücke zwischen Schorndorf und Urbach Schutz vor dem Regen gesucht. Während dieses Aufenthalts habe sich das Mädchen wohl zu nahe an die Gleise begeben und sei von einem vorbeifahren Intercity erfasst und getötet worden. Ihr Begleiter sei unverletzt geblieben, der Junge musste psychologisch betreut werden.

Derweil setzte die Polizei in Schwäbisch Gmünd die Suche nach zwei bereits als tot vermuteten Männern, darunter ein Feuerwehrmann, fort. Nach jüngsten Angaben war ein Mann in einer überfluteten Bahnunterführung in einen Schacht eingesogen worden und konnte sich nicht selbst befreien.

Als der Feuerwehrmann den Mann habe befreien wollen, sei er dann selbst mit eingesogen worden. Spezialkräfte der Polizei sollten am Montag versuchen, die Leichen zu finden und zu bergen, erklärte die Polizei in Aalen.

Neckar für Schifffahrt gesperrt

Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde unterdessen wegen des «katastrophalen Hochwassers» in den Nebenflüssen eingestellt. Die drei grössten Zuflüsse Kocher, Enz und Jagst führten teilweise die drei- bis sechsfache Wassermenge, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts in Stuttgart.

Es herrschen hoher Wellengang und stellenweise gefährliche Strömungen an den Zuläufen, somit könnten auf dem Neckar wohl bis Mittwoch keine Schiffe durchfahren. Im Neckar selbst verteilt sich das Wasser und wird durch Wehre reguliert. Auf dem Rhein blieb die Wassermenge zunächst unter einem für Schiffe bedenklichen Wert.

Heftige Unwetter und Überschwemmungen haben in Süddeutschland eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Höhe der Schäden sei aber noch unklar, teilte das Innenministerium in Stuttgart mit.
pep/sda