Er und seine Kollegen hätten nicht gewusst, wie schnell der Gletscher schmelze, bis sie zwei solarbetriebene Kameras aufgestellt hätten, sagte Rivera auf einer Pressekonferenz. Diese hätten vier Bilder pro Tag gemacht.
Insgesamt entstanden so 1445 Aufnahmen. «Wir hatten in dem Jahr der Arbeit mit den Kameras nicht erwartet, dass er der Gletscher sich einen Kilometer zurückziehen würden», erklärte Rivera. «Das war eine Überraschung.»
Auf Grundlage einer Karte von 1898 sei davon auszugehen, dass der Jorge Montt seitdem 19,5 Kilometer verloren habe, sagte Rivera weiter. Eine Ursache dafür sei die Erderwärmung. Das besonders schnelle Abschmelzen gehe jedoch auch auf die Tatsache zurück, dass der Gletscher zum Teil in den Gewässern eines wachsenden Fjords aufliege. Dieser sei in einigen Teilen 400 Meter tief.