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Die traditionelle Krippenausstellung im Landesmuseum Zürich

Krippe aus Lateinamerika. Die Peruanische Schöpfungskrippe ist reich an Tieren, darunter Lamas und Papageien oder Flamingos. Schöpfungskrippe, Maximiano Ochante Lozano, Peru, 1998
Nutztiere Domestizierte Tiere wie Ochsen, Esel und Schafe, aber auch Gänse, Schweine, Hunde oder Katzen, verkörpern die kultivierte Natur. Polnische Krippe, Bogdan Gebski, Nowy Odrowążek, Polen
Die Königsberger Krippe ist reich an Tieren. Königsberger Krippe, Originalfiguren in nachgebauter Krippe, Kyn?perk nad Ohří, Tschechien, um 1900/2023
Der demütige Ochse und der geduldige Esel - oft weiblich - sind die ältesten Krippentiere. Der Ochse wird als Symbol für das Judentum und der Esel für das Heidentum gedeutet. Krippe aus dem Leventina-Tal (TI), 16. Jh.
Das Tansanische Figurenensemble interpretiert die Krippentierwelt mit Elefantenherde, Nilpferden und Nashörnern. Ebenholzkrippe, Künstlervereinigung Peramiho, Tansania, 1940-1990
Kamele, Dromedare, Elefanten und Pferde als Tragetiere symbolisieren Reichtum, ferne Kulturen und die weite Reise der Könige. Die Heiligen Drei Könige mit Dromedaren, Hanny Roduner, Zürich, 2024
Blick in die Ausstellung.
Blick in die Ausstellung.
Blick in die Ausstellung.
Dienstag, 19. November 2024
Dieses Jahr befasst sich die traditionelle Krippenausstellung im Landesmuseum Zürich mit Krippenfiguren der besonderen Art: den Tieren. Neben den zentralen Figuren Maria, Josef und Jesus spielen Tiere in der Krippendarstellung eine wichtige Rolle. Obwohl sie in den Evangelien nicht explizit erwähnt werden, sind sie oft in frühen Darstellungen zu finden und stehen für die göttliche Schöpfung, Unschuld und Harmonie.
Die Ausstellung zeigt zwölf Krippen aus aller Welt und beleuchtet die Vielfalt der Tierwelt in den verschiedenen Kulturen. Denn je nach Herkunft unterscheiden sich die Tiere in den Krippen. So sind es nicht immer Ochse und Esel, sondern beispielsweise auch Lamas, Papageien oder sogar Elefanten, die in den Krippen entdeckt werden können.

Die Krippenfiguren als Spiegel der Lebenswelten

Krippen sind stark kulturell geprägt und jedes Exemplar illustriert die Lebenswelten der Menschen, welche sie herstellen und benutzen. Dies gilt auch für die Tierwelt. Die Königsberger Krippe aus dem heutigen Tschechien beherbergt beispielsweise eine Tierwelt, die vom domestizierten Ochsen und Esel bis hin zu den wilden Tieren wie Steinbock, Hirsch oder Storch reicht.

Aussereuropäische Traditionen wiederum ersetzen die klassischen Krippentiere durch lokale Vertreter. So stösst man beispielsweise in einer peruanischen Krippe auf Lamas, Papageien oder Flamingos. In einer Krippe aus Peramiho, Tansania, sind es Elefanten, Nilpferde und Nashörner. Diese Vielfalt der Tiere verdeutlicht, wie die Krippentradition in verschiedenen Kulturen verankert und neu interpretiert wird.

Rahmenprogramm für Familien

Die Krippenausstellung im Landesmuseum Zürich bietet neben dem tierischen Fokus wie immer auch ein vielfältiges Rahmenprogramm für Familien.

Weihnachten & Krippen

noch bis zum 02.02.2024
Schweizerisches Nationalmuseum Landesmuseum Zürich
Museumstrasse 2
8021 Zürich
T. 41 44 218 65 11
infonationalmuseum.ch

Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen finden Sie unter www.landesmuseum.ch.

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