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Die Welt im Klimawandel

Trockenperioden im Sommer werden öfter auftreten und länger anhalten.
Mittwoch, 16. November 2005
London - Mehr als ein Sechstel der Weltbevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten im Sommer von Wasserknappheit bedroht sein.
Die Klimaerwärmung führt dazu, dass die Schneeschmelze immer früher eintritt. Aufgrund fehlender Speichermöglichkeiten droht ein Grossteil des Wassers ungenutzt ins Meer zu fliessen. Auch in Westeuropa werden die Pegelstände früher steigen und im Sommer häufiger und länger auf niedrige Werte fallen.

Über diese und weitere Auswirkungen der Klimaerwärmung berichten US-Forscher in zwei Übersichtsartikeln des Fachblatts «Nature». Demnach bekommte die Menschheit in einer wärmeren Welt auch vermehrt gesundheitliche Probleme.

Mehr Insekten

Die Forscher um Jonathan Patz von der University of Wisconsin in Madison befürchten mit steigenden Temperaturen eine stärkere Verbreitung von Insekten, die Krankheiten übertragen, und höhere Ernteausfälle.

Schon heute sterben laut der Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich etwa 150 000 Menschen an den direkten oder indirekten Folgen des Klimawandels.

Steigende Temperaturen

Gemäss den Klimamodellen steigen die Temperaturen am Rhein bis zur Mitte des Jahrhunderts um ein bis knapp zweieinhalb Grad. Die Erwärmung werde dazu führen, dass der Wasserstand des Rheins immer mehr von den Regenfällen abhängen wird, berichten die Forscher um Tim Barnett von der Scripps Institution of Oceanography in La Jolla.

Im Winter wird es häufiger Hochwasser geben, Trockenperioden im Sommer werden öfter auftreten und länger anhalten. Industrie, Landwirtschaft und die Haushalte werden sich dann in den Sommermonaten die knappen Ressourcen teilen müssen, berichten die Forscher weiter.

fest/sda