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Deutlich weniger Meldungen wegen Hagelschäden

2008 sei, was die Hagelschäden betrifft, normal verlaufen, so der Versicherer.
Samstag, 4. April 2009
Zürich - Naturgewalten haben 2008 in der Schweiz deutlich weniger Schäden an Kulturen angerichtet als in den Vorjahren. Insgesamt verzeichnete die Versicherung Schweizer Hagel 6413 Schadenereignisse - halb so viele wie im Vorjahr.
Mit 26,3 Mio. Franken lagen die Entschädigungszahlungen um 57,9 Prozent unter dem Vorjahr, wie Schweizer Hagel mitteilte. Nach mehreren schadenreichen Jahren sei 2008 wieder einmal ein «normaler Schadenverlauf» verzeichnet worden.

Von den gesamthaft 6413 Schadenmeldungen betrafen 842 Fälle Elementarschäden, die nicht direkt mit Hagel in Verbindung standen. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Überschwemmungen und Schneedruckschäden, wie es im Geschäftsbericht heisst.

Steigende Prämieneinnahmen

Hagelzüge entluden sich vor allem Ende Mai, Mitte Juni und Mitte Juli - allerdings jeweils nur lokal. Ende Mai beschädigte ein heftiger Hagelsturm grosse Teile der Rebfläche am linken Bielerseeufer. Der frühe Wintereinbruch führte Ende Oktober zu Schneedruckschäden an noch nicht geernteten Kulturen.

Die Prämieneinnahmen in der Schweiz stiegen um 1,2 Prozent auf 51,6 Mio. Franken, jene im Ausland um 1,8 Prozent auf 50,4 Mio. Franken. Seit 1993 versichert Schweizer Hagel nicht nur Kulturen in der Schweiz und Liechtenstein, sondern auch in Frankreich und Italien.

Versicherungswert gestiegen

Der Gesamtversicherungswert stieg 2008 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent auf 2,053 Mrd. Franken. Zum Teil tiefer versichert wurden Obstanlagen. Vor allem neue Anlagen würden häufiger mit Hagelschutznetzen versehen und daher zu einem tieferen Prämiensatz versichert, heisst es im Geschäftsbericht.

Unter dem Strich erzielte Schweizer Hagel einen Jahresüberschuss von 19,3 Mio. Franken. Davon wurden 18 Mio. Franken den Reserven und 1,3 Mio. Franken der Schwankungsreserve zugeführt. Das positive Finanzergebnis erlaube im laufenden Jahr trotz schwieriger Wirtschaftslage Prämienrückvergütungen von bis zu 10 Prozent.

tri/sda