Die Kritik an der Reaktion der Verantwortlichen setzt Präsident Sebastián Piera unter Druck. Die Regierung habe bei der Bekämpfung der Brände versagt, bemängelte die Opposition. «Unglücklicherweise erleben wir eine Situation von aussergewöhnlicher Verwundbarkeit», sagte Innenminister Rodrigo Hinzpeter am Dienstag.
Nationalpark teilweise wieder offen
Der besonders betroffene Nationalpark Torres del Peine konnte am Mittwoch teilweise wieder für den Tourismus geöffnet werden. Die Öffnung des Parks sei notwendig, um die Tourismusindustrie in der Region aufrecht zu halten, erklärte die Regierung. Der 2400 Quadratkilometer grosse Park wird jährlich von mehr als 120'000 Touristen besucht.
Etwa 14'500 Hektar Wald fielen in Torres del Peine dem Feuer zum Opfer. Der grösste Waldbrand wütet in der zentralchilenischen Region Bo-Bo. Dort wurden 22'500 Hektar zumeist aufgeforsteter Wald zerstört.
