Mit dem vorsorglichen Ableiten von Bielerseewasser wird zusätzliches Speichervolumen geschaffen, so dass die drei durch Kanäle miteinander verbundene Jurarandseen noch besser als heute ein Rückhaltebecken bilden.
Die Prognoseregulierung ergänzt das bestehende Regulierungsreglement von 1980/82, wie das BAFU und der Kanton Bern auf dem Wehr Port in Brügg bei Biel bekanntgaben. Bis jetzt verhinderte dieses Reglement die vorsorgliche Absenkung des Bielerseespiegels.
Analyse des Hochwassers von 2007
Falls sich im Einzugsgebiet der Emme ein Hochwasser abzeichnet, wird der Ausfluss aus dem Bielersee wie bisher gedrosselt. In ausserordentlichen Lagen entscheiden Bund und betroffene Kantone in einer Telefonkonferenz gemeinsam über das jeweilige Vorgehen.
Laut Wolfgang Ruf vom BAFU wären die neuen Bestimmungen in den letzten 25 Jahren 24-mal zur Anwendung gelangt, hätte es sie schon gegeben.
Das neue Vorgehen geht auf eine Analyse des Hochwassers von 2007 zurück und ist vom BAFU zusammen mit den Kantonen Bern, Freiburg, Neuenburg, Waadt, Solothurn und Aargau erarbeitet worden.
