Den Anstoss dazu hatte der Thurgauer SVP-Nationalrat und frühere Bauernpräsident Hansjörg Walter gegeben. Er forderte den Bundesrat in einem Vorstoss auf, Lösungsansätze für vorübergehende Wassermängel aufzuzeigen. In der Folge beschloss die Landesregierung im vergangenen November mehrere Massnahmen, darunter den Aufbau eines Früherkennungssystems.
In der bundesrätlichen Strategie «Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz» wird die Sommertrockenheit als eine der grössten Herausforderungen genannt. Der Bundesrat hält allerdings auch fest, dass die Schweiz auch in ferner Zukunft über genügend Wasser verfügen werde.
Ein Prototyp
Auf der Internetseite trockenheit.ch, die von der Forschungsanstalt WSL unter Mithilfe des Bundesamts für Umwelt sowie von MeteoSchweiz entwickelt wurde, werden etwa die Abflüsse der mittleren und grösseren Fliessgewässer erfasst. Ausserdem sind Informationen zu Niederschlagsdaten sowie zur Bodenfeuchte abrufbar.
Bei der Plattform handelt es sich um einen Prototyp. In den von Wasserknappheit betroffenen Wirtschaftszweigen wie der Landwirtschaft wird das neue Angebot nun bis Ende 2014 geprüft.
