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Brände und Überschwemmungen in Europa

Der Wasserspiegel der Seine steht derzeit ungewöhnlich hoch.
Freitag, 24. Juni 2005
Hamburg - Brütende Hitze, Waldbrände, Wassermangel, Unwetter und Überschwemmungen: Der Sommer sorgt in weiten Teilen Europas nicht nur für eitel Sonnenschein. So droht in Frankreich eine Katastrophe bei der Wasserversorgung.
Schwere Gewitter und Platzregen konnten die Hitze nicht beenden. Alle Bürger sind aufgerufen, Wasser zu sparen. Umweltministerin Nelly Olin erklärte, wenn die Hitzewelle andauere, drohe angesichts der Trockenheit der vergangenen Monate eine Katastrophe bei der Wasserversorgung.

In Paris erreichte der Wasserverbrauch 800 Mio. Liter pro Tag, ein Drittel mehr als normal. In 28 Departements ist der Verbrauch schon reglementiert.

U-Bahn-Überschwemmungen

Bereits am Donnerstag hatten kurze, aber heftige Gewitter in Paris zu Überschwemmungen von Strassen, U-Bahn-Schächten und Kellern geführt und den Zugverkehr von der Hauptstadt nach Lille zeitweise zusammenbrechen lassen.

In Norditalien hingegen droht eine Dürreperiode. Die Regenfälle seien zu gering, hiess es. Die Temperaturen überschreiten 35 Grad. Der Wasserspiegel des Gardasees sinkt. Im Süden dagegen sind die Regenfälle üppiger. Die Wasserspeicher sind randvoll.

Feuer in Spanien

Ein Brand nahe Xátiva an der spanischen Mittelmeerküste vernichtete rund 500 Hektar Pinienwald und Buschland. Ursache des Feuers in der Region Valencia war ein Blitzschlag, wie das Radio berichtete. Auch Löschflugzeuge waren im Einsatz.

Zum ersten Mal seit fast 30 Jahren gibt es schon im Juni eine Hitzewelle über den Niederlanden. Am Sitz des Königlichen Meteorologischen Instituts in De Bilt bei Utrecht überschritt die Temperatur am Vormittag 30 Grad. Dies geschah zum dritten Mal innerhalb von fünf aufeinander folgenden Tagen, an denen es immer wärmer war als 25 Grad.

bsk/sda