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Bodenseepegel steht so tief wie 2003

Der Pegel des Bodensees steht 60 Zentimeter unter dem Sommermittelwert.
Mittwoch, 19. Juli 2006
Romanshorn - Der Bodenseepegel bei Romanshorn zeigte am Nachmittag 395,47 Meter über Meer an. Der See stand damit zwei Zentimeter tiefer als zum gleichen Zeitpunkt im «Jahrhundertsommer» 2003, als er 395,49 Meter anzeigte.
Der Monatstiefststand war 2003 am 31. Juli erreicht, als der Pegel auf 395,43 Meter gesunken war. Umgerechnet auf den Pegel Konstanz, wo anders gemessen wird, bedeutete das für den Mittwoch einen Wert von 3,26 Metern über dem Pegel-Nullpunkt. Das waren 60 Zentimeter unter dem Sommermittelwert.

Bereits im Februar 2006 war der Bodensee in rekordverdächtige Tiefen gesunken. Er hatte den tiefsten je gemessenen Wert von 2,26 Metern von 1858 nur um zwei Zentimeter verfehlt. Der bis dahin tiefste je in Romanshorn gemessene Wert aus dem Jahr 1909 von 394,56 Metern war 2006 bereits Anfang Februar unterschritten worden, als der Pegel auf 394,50 Meter fiel.

Pegel sinkt einen Zentimeter pro Tag

Zwischenzeitlich hatten die Schneeschmelze und Regen den Wasserstand wieder auf durchschnittliche Höhen steigen lassen. Die anhaltende Trockenheit hat in den letzten Tagen den Wasserstand um täglich einen Zentimeter sinken lassen.

Sinkt der Wasserstand im Bodensee um einen Zentimeter, bedeutet das laut Internationaler Gewässerschutzkommission einen Verlust von 5,4 Mio. Litern Wasser. Gleichzeitig wird damit am Ufer ein Quadratkilometer mehr Land freigelegt. Das ist die Fläche von 140 Fussballfeldern.

fest/sda