«Das von den Buchen aus der Atmosphäre eingefangene Kohlendioxid wird in Form von Kohlenstoff nicht ausschliesslich für das Wachstum der Bäume, sondern teilweise auch zur Ansammlung von Substanzen in Stamm und Wurzeln verwendet, die für die Ruheperiode und die anschliessende neue Wachstumsphase nützlich sind», erklärt Projektleiter Andrea Scartazza.
Resilienz lässt Bäume länger leben
Die Wissenschaftler konnten zudem ermitteln, wie die Bäume auf die saisonal schwankenden Umweltbedingungen reagieren und dabei dank einer effizienteren Nutzung des Wasserangebots selbst bei geringer Niederschlagstätigkeit ihren Wachstumsrythmus und ihr Reservespeichervermögen aufrechterhalten.
«Diese Reservestoffe liefern die Erklärung für ihre erstaunliche Fähigkeit, auf in den Trockenperioden entstehende Stressituationen zu reagieren», so der italienische Wissenschaftler zu dem auch als Resilienz bekannten Phänomen. Die in der Versuchsanlage von Collelongo-Selva Oiana gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, die Baumbestände in den von Klimaveränderungen besonders betroffenen Regionen wie vor allem dem Mittelmeerraum besser zu bewirtschaften. Studiendetails sind in der internationalen Fachzeitschrift «Tree Physiosolgy» veröffentlicht.
