BP konnte demnach mittlerweile die Menge des aufgefangenen Öls um fast 70 Prozent erhöhen. Allerdings herrscht Unklarheit darüber, wie viel Öl bislang in den Golf von Mexiko strömte.
Schätzungen von Experten der Regierung zufolge waren es täglich zwischen 1,9 und drei Millionen Liter. BP fängt damit momentan möglicherweise lediglich etwas mehr als die Hälfte des Öls auf.
Zweite Absaugevorrichtung geplant
Am Donnerstag hatte BP mit Unterwasser-Robotern in rund 1600 Metern Tiefe den Trichter auf die gekappte Steigleitung des defekten Bohrlochs gestülpt. Die Konstruktion soll das Abpumpen des ausströmenden Öls ermöglichen.
In der BBC kündigte Hayward an, im Laufe der Woche solle eine weitere Absaugevorrichtung installiert werden. Dann könne «ein Grossteil» des Öls aufgefangen werden. Bis Monatsende wolle BP zudem eine stabilere Vorrichtung anbringen, die auch die Hurrikans der Ende August beginnenden Sturmsaison aushalten.
Endgültig geschlossen werden kann das Loch vermutlich erst, wenn Entlastungsbohrungen vorgenommen wurden. Die Arbeiten werden vermutlich bis August dauern.