Die Eisschmelze in der Arktis und die globale Klimaerwärmung trieben sich gegenseitig an: Wenn die helle Eisfläche schrumpfe und die dunkle Meeres- und Erdoberfläche wachse, werde mehr Sonnenergie absorbiert. Das treibe die Temperaturen weiter in die Höhe.
Zudem würden in der Region grosse Mengen des Treibhausgases Methan freigesetzt, die bisher eingefroren waren. Beide Effekte verstärkten die globale Klimaerwärmung, die ihrerseits das arktische Eis rascher schmelzen lasse.
Der Teufelskreis von Rückkoppelungen im Klimasystem kann laut Hofstetter nur durchbrochen werden, wenn die Treibhausgas-Emissionen so stark reduziert werden, dass die globale Erwärmung unter 2 Grad bleibt. Dafür müssten die Industrieländer ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent senken - auch die Schweiz, so der WWF.
Die WWF-Studie wird an der Weltklimakonferenz in Genf vorgestellt.
