Er schiebt sich seit Jahrzehnten immer wieder so weit in den See Lago Argentino, dass er ihn in zwei Teile zerteilt und sich das Wasser auf der oberen Seite aufstaut. In der Vergangenheit wurden dabei Höhenunterschiede der Wasserspiegel von bis zu 30 Metern gemessen. Alle drei bis sechs Jahre bricht sich das Wasser dann Bahn.
Grosse Teile der gigantischen, bis zu 60 Meter hohen Eisbarriere waren in den vergangenen Tagen bereits ins Wasser gestürzt. Dieses Jahr hatte der Eisriegel länger gehalten, weil das aufgestaute Wasser durch den Tunnel abgeflossen und der Druck auf die Eisbarriere dadurch nachgelassen hatte.
Zuletzt war das Naturschauspiel 1988, 2004 und dann wieder 2006 beobachtet worden, als die Eisbarriere mit ohrenbetäubendem Krachen gebrochen war und sich eine Flutwelle in den See ergossen hatte. Die Region 2500 Kilometer südwestlich von Buenos Aires ist äusserst dünn besiedelt. Ortschaften waren nicht in Gefahr.
