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Acht Wisente aus der Schweiz in Russland

Europäischer Bison, Wisent.
Donnerstag, 7. November 2002
Bern/Winterthur - Acht Wisente aus der Schweiz werden in den kommenden Tagen in Russland ausgesetzt. Die Aussiedlung ist Teil eines mehrjährigen WWF-Projekts, an dem die Tierparks Dählhölzli in Bern und Bruderhaus in Winterthur beteiligt sind.
Die in der Schweiz nachgezüchteten Europäischen Bisons sollen in den weiten Waldgebieten von Orel und Bryansk südwestlich von Moskau angesiedelt werden. Dort wurden bis heute über 50 Wisents ausgesetzt, nachdem das Projekt des WWF 1996 lanciert worden war.

Gemäss einer Medienmitteilung des WWF sollen insgesamt bis zu 200 Wisents ausgesetzt werden. Angestrebt wird ein Gesamtbestand von 1000 Wisenten im Orel-Bryansk-Gebiet und 500 weiteren Tieren in benachbarten Gebieten.

In ganz Russland gibt es heute nur noch 200 Wisents. Die Bestände von 2000 frei lebenden Tieren im Jahr 1990 wurden durch Wilderei und Bürgerkriege drastisch reduziert. Am WWF-Projekt zur Neuansiedlung von Wisents beteiligen sich Tierparks aus der Schweiz, Deutschland, Holland, Finnland und Belgien.

Die Wisente sind die grössten Landsäugetiere Europas. Stiere können ein Gewicht von bis zu 1000 Kilogramm erreichen. Wisente sind Pflanzenfresser und Wiederkäuer. Sie leben im Wald und meist in Herden von zehn bis zwölf Tieren.

bert/sda