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Aargau und Luzern wollen Sanierung des Hallwilersees fortsetzen

Langsame Gesundung des Hallwilersees.
Montag, 28. Oktober 2002
Aarau - Die Gesundung des Hallwilersees geht nur langsam voran. Da die Algenmenge noch immer hoch und deutlich über dem Zielwert liegt, wollen die Kantone Aargau und Luzern die Sanierung des Sees bis zum Jahr 2010 weiterführen.
Ein Stopp der Zirkulationshilfe im Winter und der Belüftung des Tiefenwassers im Sommer hätte gravierende Folgen für den Lebensraum der Fische und Kleintiere, schrieb das Baudepartement in einem Communiqué.

Der Hauptgrund für die langsame Besserung des Hallwilersees sei der Baldeggersee. Die Umgebung dieses Zuflusses aus dem Kanton Luzern werde landwirtschaftlich intensiv genutzt. Doch Dank finanzieller Anreize würden seit 1997 auch Landwirte zunehmend Massnahmen ergreifen, um das Phosphor zu reduzieren.

Damit der See gesunden könne, würden auch die Seegemeinden ihre Siedlungsentwässerung überprüfen und neue Regenklärbecken erstellen, heisst es in der Mitteilung.

Mit einem neuen Belüftungsverfahren soll der Sauerstoff für die Belüftung mit einer Anlage zur Sauerstoffanreicherung aus der Umgebungsluft bereitgestellt werden. So dass nur noch in Jahren mit einer aussergewöhnlich starken Algenbildung zusätzlich Reinsauerstoff ab Werk dosiert werden müsse.

Für die Weiterführung der Sanierung des Hallwilersees bis zum Jahr 2010 beantragt der Regierugnsrat vom Grossen Rat einen Verpflichtungskredit von 2,7 Millionen Franken. Der Kanton Luzern werde sich künftig verursachergerecht an den Kosten für die Seesanierung beteiligen.

1984 wurde die Seesanierung beschlossen. 1996 hatte der Grosse Rat bis ins Jahr 2003 für die künstliche Seebelüftung 2,4 Mio. Franken bewilligt.

bert/sda