Bereits bis zum Ende des Jahre sollten 60'000 Tibeter in neue Städte in Qinghai umgesiedelt werden, bis 2010 insgesamt 100'000. «Die Hirten von ihrem Weideland umzusiedeln, das sie seit Generationen bewohnt haben, ist nicht einfach», zitierte Xinhua den Vorsteher einer tibetischen Gemeinde in Qinghais Bezirk Darlag.
Chinesische Wissenschafter und internationale Umweltorganisationen wie Greenpeace haben in den vergangenen Jahren wiederholt davor gewarnt, dass die Quellgebiete der grossen Flüsse in Gefahr sind.
Nicht erwähnt wurde in dem Xinhua-Bericht, dass die chinesische Regierung am Gelben Fluss Hwangho grosse Industriestädte errichten möchte, was Umweltschützer ebenfalls für eine beträchtliche Gefahr halten. Der chinesische Hoheitsanspruch in Tibet, der mit der Besatzung Anfang der 1950er Jahre begann, ist bis heute umstritten.
